Polieren
Polieren ist ein glättendes Feinbearbeitungsverfahren für verschiedenste Materialien. Die glättende Wirkung wird in der Regel mit zwei Mechanismen erreicht. Zum einen werden Rauhigkeitsspitzen der Oberflächenstruktur plastisch und teilplastisch verformt und so geebnet. Zum anderen erfolgt je nach Art der Politur ein sehr geringer bis geringer Werkstoffabtrag, sowie auch ein Verfüllen von Vertiefungen. Die damit erreichte Oberfläche ist auf Grund der Glätte oft glänzend.
Durch die räumliche Nähe zu der Schmuckstadt Pforzheim bedingt, hat sich OTEC von Anfang an intensiv mit dem Polieren befasst. Im Schmuckbereich werden die allerhöchsten Anforderungen an Oberflächen gestellt. Durch speziell entwickelte Schleifkörper und darauf abgestimmte Polierprozesse konnte sich OTEC hier schnell zum Weltmarktführer für das Schleifen und Polieren von Schmuck entwickeln. Diese Verfahren sind auch heute noch Stand der Technik in der Schmuckproduktion. Schon früh wandte sich OTEC auch den Anforderungen der Industrie zu. Hier sind z.B. folgende Eigenschaften gefragt:
- Erhöhung der Traganteile zur Verringerung von Verschleiß (z.B. im Rennsport)
- Verringerung der Rauhigkeitswerte (Ra 0,01 bzw. Rz 0,1 µm sind sehr oft ohne weiteres zu erreichen)
- Verringerung der Reibungskoeffizienten (z.B. Schnecken von Spritzgußmaschinen)
- Verringerung der Leckage bei Dichtflächen (z.B. Schnelllaufende Wellen, Pinole)
- Erhöhung der Präzision (z.B. bei extrem genauen Passungen)
- Absolut glatte, kratzerfreie Oberflächen (z.B. bei Knieimplantaten, Kondylengelenk, Hüftgelenk)
- Erhöhung der maximalen Schnittgeschwindigkeit von Zerspannungswerkzeugen durch Polieren der Spannut
OTEC hat hier verschiedenste Verfahren entwickelt, die speziell auf die jeweilige Anforderung zugeschnitten sind. Wie zum Beispiel die Nasspolierprozesse für Schüttgut, die die Werkstücke technisch und optisch aufwerten. Hier kann in einem Arbeitsprozess das Werkstück entgratet und poliert werden. Oder spezielle Trockenpolierprozesse zum Hochglanzpolieren von Hartmetall und Keramik. Hier kann die sehr aufwendige Handarbeit mit Diamantpasten meistens komplett eingespart werden.



